Wie sehen Jugendliche ihren Stadtteil? Wo halten sie sich gerne auf – und was fehlt aus ihrer Sicht? Genau diesen Fragen sind Jugendliche in Torgau im Rahmen der Sneaker-Garage nachgegangen und haben dabei gezeigt, wie Beteiligung konkret und wirksam gestaltet werden kann.
Vom Sneaker-Design zur Ortsbegehung
Nach dem kreativen Start in der Sneaker-Garage, bei dem die Jugendlichen ihre eigenen Sneaker gestalteten, ging es raus ins Viertel – mit den frisch bemalten Schuhen an den Füßen. Unter dem Motto „Jugendliche zeigen uns ihre Lieblingsorte“ zogen wir Anfang September gemeinsam los: ausgestattet mit Klemmbrettern, Fragebögen und einer Instax-Kamera.
An verschiedenen Orten hielten die Jugendlichen fest,
- wo sie sich gerne aufhalten,
- was diese Orte für sie besonders macht
- und welche Veränderungen sie sich dort wünschen.
Die Orte wurden fotografiert, die Wünsche direkt notiert – niedrigschwellig, sichtbar und aus der Perspektive der jungen Menschen selbst.
Auswertung mit Überblick: das Viertel auf der Karte
Im Anschluss trafen wir uns mit den Jugendlichen zur gemeinsamen Auswertung. Zentrale Grundlage war eine große Karte des Viertels, auf der die entstandenen Fotos verortet wurden. Gemeinsam wurde noch einmal über die Orte und die dazugehörigen Wünsche gesprochen, priorisiert und konkretisiert.
Dabei wurden sehr klare Bedarfe formuliert, wie z.B. ein Platz für Graffitis, ein Snackautomat im Jugendtreff, ein Brett hinter dem Basketballkorb, eine Rutsche sowie mehr Sitzmöglichkeiten im öffentlichen Raum.


Von der Idee zur Umsetzung
Aus den gesammelten Wünschen wurden gemeinsam realistische Projektideen entwickelt und abgestimmt. Drei davon konnten bereits umgesetzt werden:
✔️ Graffiti-Workshop zur Gestaltung einer Wand am Bolzplatz
✔️ Installation einer robusten Sitzgelegenheit aus Beton am Bolzplatz
✔️ Brett hinter dem Basketballkorb, von der Stadt Torgau realisiert
Damit wurde sichtbar: Die Ideen der Jugendlichen bleiben nicht auf dem Papier, sondern führen zu konkreten Veränderungen im Stadtteil.


Beteiligung, die wirkt
Das Projekt zeigt, wie Beteiligung gelingen kann –vom bemalten Sneaker über die Ortsbegehung bis hin zur Umsetzung im öffentlichen Raum entstand ein Prozess, der nicht nur Orte verändert, sondern auch Selbstwirksamkeit erfahrbar macht.
Das gesamte Projekt wurde in Kooperation mit dem OKJA-Team in Torgau umgesetzt. Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit!

