Am 11.08. und 12.08.2026 verwandelten zehn Kinder der Projektgruppe SprayKidsEclipse in Krauscha eine graue Wand in ein wahres Kunstwerk. Angeleitet durch zwei Graffitikünstler konnten die Teilnehmenden auch ohne Vorerfahrung ihre eigenen Ideen sprühen. Im Vorfeld hatten Marv und Patrick vom Team der #MISSION2038 mit der Projektgruppe in zwei Vorbereitungstreffen das Thema und Ideen für die ca. 60m² große Wand gesammelt. Das Ergebnis: eigene Motive, Traumplaneten, viel Raum zum Ausprobieren und eine Wand, die eine satte Portion Farbe bekam.
Schritt für Schritt zu den ersten Motiven
Das Wetter meinte es mit der Projektgruppe gut: Nach den heißen Tagen im Vorfeld konnte es bei milden Temperaturen und Sonnenschein endlich losgehen. Die beiden Workshopleiter, darunter Marv, der Künstler des Comics „Kater im Revier“, gaben den zehn jungen Teilnehmenden zunächst eine kurze Einführung. Danach hieß es: Ärmel hochkrempeln und los!
Da das Thema des Graffitis Weltall lautet, wurde die rund 60 Quadratmeter große Wand zunächst schwarz gestrichen. Mit Farbrollen und einer ordentlichen Portion Wo:Menpower war die Grundlage schnell geschaffen. Dank eines mobilen Gerüsts aus der Ortschaft konnten auch die höher gelegenen Stellen problemlos erreicht werden. Anschließend wurden die Buchstaben des Schriftzugs grob an der Wand vorgezeichnet, um Größe und Abstände festzulegen. Die Buchstaben wurden mit weißer Farbe nachgezogen, während die zweite Gruppe bereits am ersten Charakter arbeitete. Dafür zeichnete Marv zunächst grob die Umrisse vor, anschließend konnten die Kinder ausfüllen.
Dabei durften und sollten sie sich ausprobieren. Ein großer Vorteil beim Graffiti ist: Was nicht gefällt, kann übersprüht und neu gemacht werden. So konnten die Teilnehmenden verschiedene Sprühtechniken testen und Schritt für Schritt ein Gefühl für die Dose entwickeln. Oberstes Ziel des Workshops war es, den jungen Teilnehmenden gute Lern- und Gestaltungsmöglichkeiten zu bieten. Dabei galt es, die Anforderungen an ein öffentlich sichtbares Motiv mit den motorischen Fähigkeiten der Kinder zu verbinden.






Tag 1: Der Kater im Revier trifft auf Mickey Mouse
Zwischen den Motiven der jungen Künsterl:innen und dem Schriftzug „Freizeitzentrum Krauscha“ bekam auch der Kater aus dem Comic „Kater im Revier“ seinen großen Auftritt und schickte sich kurzerhand auf eine Weltraumreise. Wie schnell die Kinder das Gelernte umsetzten, zeigte sich beim Sprühen des Katers: Was bei der Mickey Mouse noch gemeinsam ausprobiert wurde, wie beispielsweise der Schein-Effekt um die Figur, setzte eine Teilnehmerin beim Kater bereits ganz selbstständig um. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!
Am Ende des ersten Tages waren alle super zufrieden und stolz auf ihr Ergebnis. Nach dem gemeinsamen Aufräumen hatten sich die Kids und die Workshopleiter eine wohlverdiente Pause verdient bevor es am nächsten Tag weiter ging.

"Das macht voll Spaß. Ich dachte davor, man kann gar nicht soviel selber machen und schaut nur zu. Aber wir haben so viel selbst gesprüht und durften so viel ausprobieren!"
(Teilnehmende im Austausch mit dem Workshopleiter)
Tag 2: Traumplaneten mit eigenen Ideen
Der zweite Tag begann wieder super motiviert. Es war Zeit die Outlines um die Motive und die Schrift zu ziehen. Dabei galt es, konzentrierter als am Anfang zu arbeiten. Die Teilnehmenden merkten schnell, dass sich die Dosenführung mit ihrer Übung schon in der kurzen Zeit deutlich verbessert hat. So wurden die Outlines ebenfalls schnell und sauber gezogen. Mit einer simplen Sprühtechnik konnten die SprayKidsEclipse außerdem ihre eigenen Planeten mit Wow-Effekt gestalten. Farben und Größe konnten dabei je nach eigenem Geschmack gewählt werden.
Das gemeinsame Arbeiten während des Sprühens bot auch eine gute Möglichkeit, mit den Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen:
Was sind ihre Wünsche für die Zukunft? Wie gefällt es ihnen in der Region? Und was fehlt ihnen? Um diese Themen, die die Jugendlichen bewegen, ins Graffiti einfließen zu lassen, halten die unendlichen Weiten des Weltalls unendliche Möglichkeiten bereit. Dieses Credo nutzte das #MISSION2038-Team: Was beschäftigt die Kids, wofür brennen sie und was soll auf ihrem „Traumplaneten“ passieren?




Danach ging es an das Feintuning: Etwas Sternennebel, eine gesprühte Sonnenfinsternis passend zum Himmelsereignis am 12.08.2026 und die letzten Konturen. Damit waren zwei Tage Sprühaktion abgeschlossen. Sichtlich stolz betrachteten die Teilnehmenden immer wieder das entstandene Gesamtkunstwerk. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial kreative Angebote mit jungen Menschen entfalten können. Insbesondere, wenn eigene Ideen, Motivation und eine gute Workshopleitung zusammenkommen, ist die Selbstwirksamkeitserfahrung groß und das Gesamtkunstwerk ein echter Blickfang für Jung und Alt.

